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Eine Ära geht zu Ende

Vorsitzende des Freundeskreises, Frau Dr. Hildrun Schlicke, und Vorstandsmitglied Dr. Gerhard Eyb feierlich verabschiedet.

Herr Markus Schatz zum neuen Vorsitzenden und Frau Sandra Heyn neu in den Vorstand gewählt.

Im Anschluss an eine Mitgliederversammlung des Freundeskreises (FK) am Mittwoch, dem 08. März 2017, verabschiedete sich die Schulgemeinschaft des ASG in einer feierlichen Abendveranstaltung von zwei langjährigen Mitgliedern des Vorstands.

Herr Klaus Nowotzin bezeichnete in seiner Rede beide als Urgesteine des Albert-Schweitzer-Gymnasiums:

Frau Dr. Hildrun Schlicke wurde 1954 im ASG als Schülerin aufgenommen und machte im Jahre 1963 Abitur. Auch ihre drei Kinder durchliefen das ASG. So wurde Frau Schlicke von 1993 bis 2005 wieder im ASG als Elternvertreterin tätig, die letzten fünf Jahre davon als Vorsitzende des Elternbeirats, parallel dazu gehörte sie einige Jahre der Schulkonferenz an. Seit 1988 war sie Mitglied im FK, von 2005 bis 2017 dessen Vorsitzende.

Herr Dr. Gerhard Eyb war von 1962 an Schüler des ASG, baute sein Abitur 1970. Auch er hatte drei Kinder am ASG, war Elternvertreter, Mitglied in der Schulkonferenz, seit 1995 Freundeskreismitglied, seit 2001 in dessen Vorstand.

 

 

Nach diesen biographischen Daten überließ Herr Nowotzin erst einmal einem Lehrerchor die Bühne, der aus einem Dutzend Kolleginnen und Kollegen bestand, die sich zu diesem Ereignis zusammengefunden hatten und der den beiden zu Ehrenden gesungen den Dank des Lehrerkollegiums für ihren Einsatz für das ASG ausdrückten.

Herr Nowotzin machte danach deutlich, warum der Freundeskreis in der Schule eine große Rolle spielt. Vor seiner Amtszeit habe der Freundeskreis den Schulhof gestaltet, Ideenreichtum und Finanzierung sicherten die Realisierung, von der noch heute die Schülerinnen und Schüler des ASG profitieren. So wie von vielem anderen, das Herr Nowotzin in seiner Amtszeit seit 2009 miterlebt hatte:

Die Einrichtung einer Spülküche, bei der der Sachverstand der Architektin und des Freundeskreismitglieds Birgitta Heck genau so eine Rolle spielte, wie die guten Kontakte weiterer Mitglieder zu Firmen und natürlich wieder die Finanzierung, gespeist von den Mitgliedsbeiträgen und Einnahmen von diversen Veranstaltungen. Bei der traditionellen Hocketse am Schuljahresende, aber auch bei den mannigfaltigen Veranstaltungen in der Schule, bei denen es Verpflegung gibt, ist diese Küche, in der vorbereitet, angerichtet, gekühlt und eben auch professionell und damit schnell gespült werden kann, Gold wert, zumal die Wege vom Schulhof oder vom Atrium her sehr kurz sind.

 

Bei der Anschaffung der digitalen boards griff der FK der Schule ebenso schnell und unbürokratische unter die Arme wie bei der Finanzierung einer neuen Homepage in diesem Schuljahr, als sich herausstellte, dass die bisherige irreparabel gehackt worden war. In beiden Fällen half auch der Elternbeirat jeweils mit vierstelligen Beträgen, so dass die Schule schnell und effektiv handeln konnte.

Als Finanzierungsbeispiel für Veranstaltungen nannte Herr Nowotzin pars pro toto die Abendvortrag des Überlebenskünstlers und Aktivisten Rüdiger Nehberg. Ihn lernte Herr Nowotzin auf einem Kongress kennen und konnte ihn für einen Vortrag im ASG gewinnen; Honorar, Fahrt- und Übernachtungskosten übernahm der FK, der damit den Zuhörern ein unvergessliches Erlebnis mit diesem Ausnahmemenschen ermöglichte.

Einzigartig für einen Freundeskreis dürfte es auch sein, dass dieser jährlich ein Treffen für die Silber- und Gold-Abiturienten ausrichtet, die vor 25- bzw. 50-Jahren das Abitur am ASG erreicht haben. Dass dies sehr gut angenommen wird, zeigt die Tatsache, dass die Treffen im Atrium des ASG oft erst weit nach Mitternacht enden.

Ebenso einzigartig dürfte es sein, dass ein Freundeskreis ein Buch herausgibt. Frau Helmtrud Kienle und Frau Dr. Schlicke gaben 2016 das Buch „Von der Lateinschule zum ASG- über 500 Jahre gelebte Bildung“ heraus und finanzierten es auch. Einnahmen von je 1000 € wurden je zur Hälfte dem Krankenhaus in Lambarene, das Albert-Schweitzer aufgebaut hat und dem Netzwerk Gartenstadt, einem Sozialprojekt der evangelischen Kirche zu Hilfe der Flüchtlinge in Leonberg, gespendet. Das Buch ist nach wie vor über das Sekretariat des ASG für 10 € zu beziehen.

Unmittelbar der Schule kam zugute, dass der FK den Anstoß zu einem Sozialpraktikum gegeben hat, das jährlich für eine Woche in der neunten Jahrgangsstufe durchgeführt wird, einen Sozialpreis von insgesamt 500 € für Schülerinnen und Schüler gespendet hat, die sich besonders im Sinne des an Albert Schweitzer orientierten Leitbildes der Schule engagieren und mit dem Sozialfonds dem Schulleiter einen gut gefüllten Topf übergeben hat, aus dem unkompliziert und anonym v.a. Fahrten mitfinanziert werden, wenn sich Familien einmal in einem finanziellen Engpass befinden – so dass kein Schüler allein aus diesem Grund zurückgelassen werden muss.

Nachdem Herr Nowotzin Frau Dr. Schlicke und Herrn Dr. Eyb Abschiedsgeschenke überreicht hatte, bat er die Neugewählten, Herrn Markus Schatz und Frau Sandra Heyn, zusammen mit den weiter agierenden Vorstandsmitgliedern, Frau Dorothee Gerber, Herrn Christoph Söhnle und Frau Karin Mauersberger auf die Bühne und überreichte allen je eine Flasche Wein mit den besten Wünschen auf eine gute künftige Zusammenarbeit.

Eingerahmt wurden die Worte unseres Schulleiters durch die des Vorstandsmitglieds Karin Mauersberger und die der Elternbeiratsvorsitzenden Frau Stefanie Schneider, die sich aus ihrer Sicht von den zu Ehrenden verabschiedeten und sich für deren für die Schule geleistet Arbeit bedankten.
Den musikalischen Anfangs- und Schlusspunkt setzte Marius Schwartz am Marimbaphon.

Bei Schnittchen und Getränken – dargeboten vom FK – klang dieser für das ASG denkwürdige Abend mit Einzelgesprächen aus.

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